Kontinuierliche Produktions- und Produktinnovationen, wie z.B. die Entwicklung neuer Materialien mit hoher bis höchster Festigkeit bei gleichzeitig gutem Umformverhalten, stellen immer höhere Anforderungen an die Prozessführung moderner Walzanlagen. Es müssen enge Toleranzen hinsichtlich Abmessungen, Oberflächenqualität und Materialeigenschaften, eine maximale Anlagenverfügbarkeit sowie ein hoher Durchsatz, auch bei kleinen Losgrößen, sichergestellt werden. Darüber hinaus gewinnt die Forderung nach einer effizienten Prozessführung bzgl. Material- und Energieverbrauch eine immer größere Bedeutung. Dies erfordert ein eingehendes Verständnis und eine genaue Beherrschung der Vorgänge innerhalb der Prozesse.

Die Bandplanheit, auch Bandwelligkeit oder Bandebenheit genannt, stellt eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale der gewalzten Erzeugnisse dar. Aus betrieblicher Sicht ist die Minimierung von Planheitsfehlern entscheidend für eine stabile Produktion der kaltgewalzten Feinbleche sowie für die Weiterverarbeitung in den nachfolgenden Prozessstufen (Glühen, Verzinken, Dressieren, etc.). Die Entwicklung und Verbesserung der dafür maßgeblichen Regelungs- und Prozessoptimierungssysteme ist somit von herausragender Bedeutung für die Konkurrenzfähigkeit von Anlagenbauern und Anlagenbetreibern.

Gegenstand des Projektes ist die systematische Entwickelung genauer, schneller und universeller Modelle zur Vorhersage von Bandprofil und Bandplanheit beim Kaltwalzen. Eine fundierte Herleitung und Untersuchung des Zusammenhanges zwischen Walzspaltprofil und Bandplanheit im Sinne von Bandzug- oder Bandlängungsverteilung ist eines der wichtigsten Anliegen des Projektes. Um die Modelle zu validieren bzw. an die Realität anzupassen, sind geeignete Parameteridentifikationsverfahren einzusetzen. Dazu werden Prozessdaten aus unterschiedlichen Walzanlagen durch Sundwig zur Verfügung gestellt.

Laufzeit:05/2012– 12/2013
Projektpartner:ANDRITZ Sundwig GmbH
Fördermittelgeber:ANDRITZ Sundwig GmbH
Förderprogramm:
Fördermittelsumme:125.553 €