(engl. RAdar based DImensioning of steel Strip for Trim scrap Abatement in cold Rolling)

Ausgerichtet an den industriellen Erfordernissen beabsichtigt das KMU INDURAD, unterstützt von Industrie, Hochschule (FH Köln) und Forschungseinrichtung (Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik), einen neuartigen hochauflösenden radarbasierten Breitenmessgeber zu entwickeln und in einem Kaltwalzwerk in Eisenhüttenstadt zur Energie- und Ressourceneinsparung einzusetzen.

Durch präzisere Verfolgung der Breite von kaltgewalztem Bandstahl mit hochauflösender Radartechnik in Submillimetergenauigkeit in verschiedenen Prozessstufen im Walzwerk soll eine Verringerung von technologisch nicht erforderlichem Schrott beim finalen Breitenzuschnitt („Besäumen“) erreicht werden. Damit werden neben Handling-Kosten große Mengen an Energie eingespart, die für das Schmelzen im Elektroofen, beim Wiedererhitzen der Brammen im Hubherdofen der Warmwalzanlage sowie bei der Umformung im Warm- und Kaltwalzwerk erforderlich ist. Die Grundlage dafür ist die Bereitstellung präziser Breitenmessdaten in den einzelnen Prozessstufen, die für eine präzisere Prozessführung erforderlich ist. Dies ist mit den gegenwärtig üblichen optischen oder induktiven Messsystemen derzeit nur eingeschränkt möglich.

Die notwendigen Arbeitsschritte erstrecken sich von der Entwicklung eines neuen Radarkonzeptes bis hin zur Integration in die Fertigungsanlagen und deren Automatisierungstechnik. Die direkte Ausrichtung an den Bedürfnissen eines potentiellen Erstkunden bestimmt maßgeblich das Projektziel, ein Messsystem zu entwickeln, das mittels modernster Sensortechnik ermöglicht, bei der Kaltbanderzeugung Ressourcen (Energie, metallische Hilfsstoffe) einzusparen, Produktionsabläufe effizienter zu gestalten und die automatisierte Prozesssteuerung bzw. den Nachweis der Produktqualität zu verbessern.

Laufzeit:04/2013 – 12/2014
Projektpartner:indurad GMBH, Fraunhofer FHR
Fördermittelgeber:BMBF
Förderprogramm:KMU Innovativ („Ressourcen- und Energieeffizienz“)