Hydraulische Systeme werden standardmäßig als Aktuatoren in Walzwerken eingesetzt und müssen besondere Anforderungen an Zuverlässigkeit, Sicherheit und Funktionsgarantien erfüllen. Bisher ist meist eine vorbeugende Instandhaltung hydraulischer Stellglieder in Walzwerken üblich. Diese Vorgehensweise birgt das Risiko, Komponenten früher als notwendig auszutauschen. Auch können Ausfälle vor dem Wartungszeitpunkt nicht ausgeschlossen werden.

In diesem Projekt wird eine effizientere Instandhaltungsstrategie zur zustandsorientierten Wartung der hydraulischen Komponenten entwickelt. Diese zielt auf eine kontinuierliche Überwachung der Komponenten, eine frühzeitige Erkennung von sich anbahnenden Schäden bzw. Fehlern und damit auf eine Wartung bei Bedarf. Der Vorteil einer zustandsorientierten Instandhaltung liegt darin, dass kostenintensive Ausfälle von Systemkomponenten sowie unnötige Material- oder Wartungskosten vermieden werden.

Ziel des beantragten Projektes ist die Auswahl, Implementierung, Bewertung und Vergleich geeigneter Verfahren zur Erkennung und Diagnose der wichtigsten Fehler bei geregelten hydraulischen Systemen in Walzwerken. Potentielle Fehler können z.B. erhöhte Reibung (Stick-Slip-Effekt, Hysterese), Steuerkantenerosion in Ventilen, innere oder äußere Leckage, erhöhte Reibung und ungelöste Luft in Hydraulikzylindern sein. Daraus soll eine zustandsorientierte Instandhaltungsstrategie basierend auf einer automatischen Online-Fehlerdetektion und Fehlerdiagnose abgeleitet werden.

Laufzeit:01/2012 – 06/2014
Projektpartner:
Fördermittelgeber:VFWH (Verein zur Förderung von Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Walzwerktechnik in der Hüttenindustrie)
Förderprogramm:
Fördermittelsumme:65.000 € ( Phase I + II )